Die Suppenküche des Vereins ist nicht nur deshalb so wichtig, weil sie für einige Kinder die einzige Mahlzeit am Tag zur Verfügung stellt. Sie hilft auch soziale Strukturen und Traditionen zu erhalten. Denn wie auf dem gesamten Kontinent, so ist es auch in Namibia üblich, dass die Familie für verwaiste Kinder sorgt. Dies führt auf der anderen Seite nicht selten dazu, dass am Ende das Geld für das Essen für alle nicht mehr reicht. Auf dieses Problem antwortet unser Suppenküchenprojekt.  weiter >>>

Lauter Gesang, fröhliches Kinderlachen und das Weinen von Albertinas eigenem Kind dringen aus dem 36 Quadratmeter großen, bunt bemalten Systembauhaus inmitten Hügel Okahandjaparks. Der Ausblick auf das von hier aus ferne Stadtzentrum Windhoeks ist atemberaubend, der Anblick der tobenden Kinder nicht minder.

Selma, Gabriel, Joseph, Tangeni, Princess und 20 weitere Kindergartenkinder spielen, singen, toben, lernen und essen hier täglich von 6.30 bis 18 Uhr. Betreut von Albertina finden die Kinder – meist aus sozial benachteiligten, zerrütteten oder durch die Folgen von Aids zerstörten Familien – in Pinocchios Kindergarten eine Zuflucht, die sie ihr Leid für kurze Zeit vergessen lässt.  weiter >>>

Kreativprojekt für Frauen

Mit der Einweihung eines Kreativraums im März 2009 setzte Pinocchio für Afrikas Kinder e.V. einen weiteren Meilenstein im Rahmen der „Hilfe zur Selbsthilfe“. Durch Fördermittel der Deutschen Botschaft in Namibia war es dem Verein möglich, einen Anbau an den bestehenden Kindergarten zu realisieren. Mit diesem Näh- und Kreativraum wurde zehn Frauen ein Ort geschaffen, an dem sie seitdem mit Kreativität und handwerklichem Geschick ihr eigenes Geld verdienen können.

Neben den Baukosten hat die Botschaft ebenso die Mittel zur Anschaffung der Erstausstattung mit Nähmaschinen, Stoffen, Wolle, Garnen sowie Bastelmaterialien für landestypischen Perlenschmuck, Korbflechtereien und andere Schmuckobjekte zur Verfügung gestellt. Pinocchio für Afrikas Kinder e.V. beteiligte sich mit einem Eigenanteil von zehn Prozent an den Gesamtkosten. In Anwesenheit des deutschen Botschafters Egon Kochanke und Deputy Mayor Agnes M. Kafula der Stadt Windhoek, in Vertretung für Mayor Matheus Shikongo, Schirmherr des Vereins in Namibia, wurde der Anbau feierlich eröffnet. 

Familienpatenschaften

Leerer Bauch studiert nicht gern, so könnte man in Namibia sagen. Der Schulbesuch und etwas zu Essen im Magen sind für fast alle Kinder in Deutschland selbstverständlich, nicht so in Windhoek.

Pinocchio für Afrikas Kinder e.V. leistet elementare Hilfe, damit Kinder in Windhoeks Armenviertel Katutura überhaupt überleben und auch zur Schule gehen können.  weiter >>>

Förderung von Schülern, Studenten und Sport

„Feeding and Education mit Hilfe des Schulfonds“

Ergänzend zu den Familienpatenschaften richtete Pinocchio für Afrikas Kinder e.V. im Herbst 2008 einen Schulfonds ein. Mit dem integrativen Konzept „Feeding and Education“ und seinem aktuellen Programm bietet der Schulfonds eine weitere Möglichkeit, den Kreislauf aus Unwissenheit, Armut und Krankheit zu durchbrechen. Ziel ist es, den Aids-Waisen und anderen sozial benachteiligten Kindern aus den vom Verein betreuten Projekten den Schul- oder Kindergartenbesuch zu ermöglichen. Aus diesem Fonds werden zur Zeit zehn Kinder und ein Student gefördert. Eine Entscheidung zu treffen, wer gefördert wird, ist nicht immer einfach. Deshalb erarbeitete der Verein Auswahlkriterien in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Community, Elternvertretern, Erziehern und Lehrern der betreffenden Schulen sowie den Vereinsvertretern vom Team Namibia. weiter >>>

Einzelförderung – Nothilfe

Immer wieder stellen Menschen aus Katutura, aus Ohangwena, Hardap, Kavango oder aus anderen Regionen Anfragen an Pinocchio für Afrikas Kinder e.V., in akuten Notsituationen zu helfen. Herangetragen werden diese Bitten an unser Vereinsteam in Namibia. Diese Bitten nehmen wir ernst und versuchen eine Lösung für die in Not geratenen Personen oder Familien zu finden. Die Entscheidung, wem, wann, wie und ob geholfen werden kann, trifft der Vorstand gemeinsam mit den namibischen Trustees, ganz nach Bedarf und individuell der Situation angemessen.

Die Spenden aus Deutschland werden auf ein Treuhandkonto des Vereins nach Namibia transferiert. Mit Hilfe von Vereinsmitgliedern und Trustees vor Ort in Namibia wird das Geld zweckgebunden verwaltet. Über die Mittelvergabe wird jährlich ein Rechenschaftsbericht durch das Unternehmen Stier Vente Associates Chartered Accountants in Windhoek erstellt.

Kindergarten - Projekt in Namibias Norden

Omhedi Village – Ohangwena Region

Seit 2009 unterstützt Pinocchio für Afrikas Kinder e.V. auch Projekte im Norden Namibias. Nach einer Einladung von Hadino T. Hishongwa, Namibia High Commissioner to Botswana and SADC / Southern African Development Community, half der Verein erstmals im „Freiluft-Kindergarten“ Omhedi Palace. Hier spielt sich der Alltag unter einem großen Baum ab, wo die Kinder bei Sonne, Wind und Regen unterrichtet werden. An  Queen Mwadimo M. Nelumbu , traditionelles Oberhaupt der Oukwanjama, wurden pädagogische und Sportmaterialien sowie Kleidung und Sachspenden aus Deutschland übergeben.

Pinocchio für Afrikas Kinder e.V. befand nach einem weiteren Besuch der Region im September 2011, dass ein Kindergartenbau in Omhedi Village förderungswürdig sei. Der Verein bewilligte die Übernahme der Baukosten während die Community sich mit zehn Prozent durch Eigenleistung beteiligt. Ein offiziell gewähltes Komitee, bestehend aus sieben Mitgliedern der Region, arbeitet eng mit den verantwortlichen Ministerien zusammen, nach deren Vorgaben der Kindergarten gebaut wird und nach deren Lehrplan 40 Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren von zwei Lehrerinnen unterrichtet werden.

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